ev. Kirche Wustrow auf Fischland

Vom Kirchturm aus ein prächtiger Ausblick auf das Umland Spitzen

M.Poley,St.Nikolai,Wismar

Daten zur Kirche

Öffnungszeiten:

Di., Do., Fr. 09.00 - 12.00/14.00 - 17.00 Uhr,

Mi., Sa. 14.00 - 17.00 Uhr

Ort: Wustrow auf Fischland
Kontakt: Tel.:

Die Kirche Wustrow wurde auf einem künstlichen Hügel errichtet.

Zur Slawenzeit befand sich in Wustrow ein Tempel für die Gottheit Swantewit. Nach der Christianisierung wurde hier im 13. Jahrhundert eine einfache Feldsteinkirche errichtet, die 1869 abgebrochen wurde. Schon vier Jahre später, am 14. September 1873 wurde die jetzige neugotische Kirche eingeweiht.

Die Kirche ist ein typischer Backsteinbau mit einem kreuzförmigen Grundriss. Über dem Eingangsportal befindet sich eine Rosette mit dem Christogramm, den ineinander verwobenen Buchstaben X (Chi) und P (Rho). In den fünf Altarfenstern sind ebenfalls Rosetten angebracht. Sie sollen auf die Gegenwart Christi in Wort und Sakrament hinweisen.

Der 18 Meter hohe Turm der Kirche ist begehbar, von diesem hat man einen weiten Rundblick über den Ort, das Fischland, den Saaler Bodden und die Ostsee. Der Kirchturm war früher als Seezeichen von Bedeutung.

Ausstattung: Das Innere ist prächtig ausgemalt. Das älteste Stück der Austattung ist wohl der Taufstein aus dem 13. Jh.. Er stammt aus der 1869 abgebrochenen gotischen Vorgängerkirche.

Über den Emporen in der Nord- und Südseite sind zwei Votivschiffe, Schiffsmodelle, die von Seeleuten der Kirche gestiftet wurden, angebracht. Das Schiff über der Nordempore heißt Deo Gloria (Zur Ehre Gottes) und trägt die Jahreszahl 1860. Der Kapitän Saeger hat dieses Modell gebaut. Daneben hängt ein Ölgemälde „Krippenspiel der Wustrower Kinder“ der Wustrower Malerin Hedwig Jaenichen-Woermann. Das Schiff über der Südempore heißt Christiana und wurde von dem 1974 verstorbenen Fischer Emil Otto gebaut. Im Kirchenschiff befindet sich ein drittes Schiff, die Hoffnung. Alle drei Schiffe wurden in den letzten Jahren restauriert

Der dreiflüglige Holzaltar ist auch im neugotischen Stil errichtet. Das Altarbild von Gustav Stever stellt die Rettung des sinkenden Petrus durch Jesus Christus dar.

Die Kirche verfügt seit 1970 über eine neue Orgel, die von der Firma jehmlich in Dresden gebaut wurde. Die Orgel hat zwei Manuale und ein Pedal mit 14 Registern sowie insgesamt 986 Pfeifen.

Im Kirchturm hängen drei Glocken. in den beiden großen Weltkriegen wurden jeweils zwei Glocken zu Kriegszwecken eingeschmolzen Durch eine Sammlung nach dem Krieg wurden neue Glocken finanziert, die 1957 angefertigt wurden.