St. Marien Wesenberg

Die Seenplatte im Blick Spitzen

M.Poley,St.Nikolai,Wismar

Daten zur Kirche

Öffnungszeiten:

Pfingsten - 31. August: täglich 09.00 - 17.00 Uhr

Ort: Wesenberg
Kontakt: Tel.:

Die St.-Marien-Kirche ist die Stadtkirche von Wesenberg (Mecklenburg). Sie liegt in leicht erhöhter Lage südwestlich vom Marktplatz.

Die ältesten Teile sind der einschiffige Chor und der Turm, die um 1300 aus Quadermauerwerk, also bearbeiteten Feldsteinen errichtet wurden. Das gewölbte Schiff entstand in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts. Die Einwölbung des des Chores und die südliche Vorhalle entstammen dem späten 15. Jahrhundert. 1714/1715 wurde der obere Teil, des Turmes erneuert, 1867/1868 ist die Kirche gründlich wieder hergerichtet worden. Der Chor ist ein gestreckter einschiffiger Feldsteinbau. An ihn schließt sich das nur wenig breitere Schiff an. Der nicht axial stehende Westturm ist im oberen Teil allseitig durch zwei spitzbögige Schallluken gegliedert und wird von einer barocken Turmhaube gekrönt. Die spätgotische Vorhalle an der Chorsüdseite, in Backsteinbauweise errichtet, besitzt einen schönen Staffelgiebel mit drei zweiteiligen Blenden und rahmenden Putzband.

Das Innere ist im Langhausals dreischiffige Stufenhalle ausgebildet. Wegen der erheblichen Breite des Chores stehen die Schiffspfeiler nicht in der Flucht der Chorwände, sondern vor der Choröffnung; sie tragen Kreuzrippengewölbe. Der ältere Chor war ursprünglich zweijochig geplant, wird jetzt aber von einem dreijochigem Netzgewölbe überspannt.

Wesentliche Teile der Ausstattung der Kirche wurden bei der Restaurierung 1868 erneuert, darunter der Altaraufsatz, den jetzt ein Gethsemanebild von C.Wiese schmückt. Die 1711 geschaffene Kanzel enthält am Korb in Kielbogen-Nischen Apostelfiguren vom End des 16.Jh., den Schalldeckel dagegen bekrönt ein barocker Engel.Aus der Zeit vor dem Brand von 1706 stammen ein Epitaph mit Kreuzigungsreliefs und Hermenpilastern von 1698, dasa bemalte Lesepult von 1686, mehrere schmiedeeiserne Wandarme, das Taufbeckenvon 1663.

Eine besondere Kostbarkeit ist ein um 1300 gearbeiteter Kelch mit Patene. Der silbervergoldete Kelch besitzt eine flache halbrunde Kuppe; sein runder Fuß ist durch ein Signaculum und getriebene Granatäpfel reich verziert, die von getriebenem Blattwerk umgeben sind.

Bemerkenswert ist auch die Orgel die 1717 von Johann Michael Röder für eine Kirche Berlin erbaut, wurde. Sie gelangte dann 1833 nach Wesenberg. 1890 und 1907 wurde das Instrument umdisponiert und mit einem zweiten (pneumatischen) Manualwerk ausgestattet. Im Jahre 2000 wurde sie restauriert. Es ist die älteste Berliner Orgel von Johann Michael Röder.