ev. Kirche Ankershagen

Cosmopolit und TROJA-Entdecker Heinrich Schliemann war hier zu Hause Spitzen

M.Poley,Wismar

Daten zur Kirche

Öffnungszeiten:

Ostern - Refomationstag: täglich 08.00 - 18.00 Uhr

Ort: Ankershagen
Kontakt: Tel.:

Der Feldsteinbau wurde 1266 geweiht. Im Innenraum befinden sich Wand- und Gewölbemalereien in Freskotechnik aus dem 13. und 15. Jahrhundert.

Schon bald danach, noch im 12. Jahrhundert, wurde damit begonnen, in Ankershagen eine Kirche im damals üblichen romanischen Stil zu errichten. So kommt es, dass heute in Ankershagen eine der ältesten, noch erhaltenen Feldsteinkirchen Mecklenburgs zu finden ist.

Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die Kirche erneuert. Durch einen Umbau, der wohl auch zu einer Erweiterung führte, erhielt sie ihre heutige Gestalt. Sie wurde im gotischen Stil erneuert, wobei romanische Elemente erhalten blieben. Wie eine Urkunde belegt, wurde diese Kirche am 1. Mai 1266 durch den Bischof von Havelberg geweiht.

Die Kirche ist somit eine frühgotische Feldsteinkirche mit Formteilen aus Backstein. Der quadratische Chor hat ein kuppelförmiges Kreuzrippengewölbe. Das Schiff wurde schon früh zur zweischiffigen Hallenkirche mit vier Jochen umgebaut. Das Kreuzrippengewölbe ruht auf drei quadratischen Pfeilern. Die Fenster sind nur in der Ostwand in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Sie sind schmal, mit Rundbogen und spitzbogigen Blenden ausgeführt. Der Turm hat einen achtseitigen Fachwerkaufsatz aus dem 18. Jahrhundert. Schmuckfriese befinden sich in Kirchenschiff und Chor.

Inneneinrichtung; Besonders hervorzuheben sind die äußerst ungewöhnlichen Wandfresken, die bei Renovierungsarbeiten entdeckt wurden. Sie sind sehr einfach gestaltet und stammen aus der Zeit der Errichtung der Kirche. Sie sind über die ganze Kirche verteilt und bieten zum Teil auch recht rätselhafte Gestalten dar.

Auffällig ist aber auch eine mit Beschlagwerk versehene hölzerne Taufe von 1618. Darüber hängt an der Wand ein lebensgroßes Kruzifix, dessen Korpus aus dem 15. Jahrhundert stammt.

Die Orgel wurde von Friedrich Hermann Lütkemüller (1815–1897) erbaut.


Das gegenüberliegende heutige Heinrich-Schliemann-Museum ist die Wirkstätte des Vaters Pastor Ernst Schliemann und war noch bis 1975 Pfarrhaus. Bis zum 10. Lebensjahr verlebte Heinrich Schliemann hier seine Kindertage.