St. Helena und St. Andreas kath. Kirche Ludwigslust

Eine Kirche für die katholischen Hofangehörigen Spitzen

KG St. Helena, Ludwigslust

Daten zur Kirche

Öffnungszeiten:

Mai - September

Sonnabend und Sonntag

13.00 - 17.00 Uhr

Ort: Ludwigslust
Kontakt: Tel.:

Für seine Hofangehörigen katholischen Glaubens und ihre Familien ließ Herzog Friedrich Franz I. zwischen 1804 und 1809 eine katholische Kirche errichten.

Für seine Hofangehörigen katholischen Glaubens und ihre Familien ließ Herzog Friedrich Franz I. zwischen 1804 und 1809 eine katholische Kirche errichten. Damit ist St. Helena in Ludwigslust nach der Schweriner St. Anna-Kirche von 1795 der zweitälteste katholische Kirchenneubau Mecklenburgs nach der Reformation. Die Kirche liegt auf einer künstlichen Insel in einem See des Schlossparks und ist Mecklenburgs erstes neugotisches Gebäude.

Augenfällig sind zwei Kirchenfenster mit Glasmalereien aus dem 15. Jahrhundert, die Darstellungen der Apostel und der Gottesmutter Maria zeigen. Sie stammen aus dem 1804 – 1806 abgebrochenen Hamburger Dom und wurden vom ersten für die Kirche verantwortlichen Baumeister, Christoff Heinrich Seydewitz, 1805 nach Ludwigslust geholt. Seydewitz wurde auf Veranlassung des Herzogs durch Johann Georg Barca abgelöst, der auch den Titel des Hofbaumeisters übernahm. Die Fenster wurden 1945 bei einem Bombenangriff auf Ludwigslust und in folgenden Jahrzehnten durch Vandalismus beschädigt. Seit ihrer Restaurierung Mitte der 1970er Jahre sind sie durch Gitter geschützt.

Als Altaraufsatz wurde ein ursprünglich aus dem Doberaner Münster stammender Levitenstuhl vom Anfang des 14. Jahrhunderts verwendet. Die beiden äußeren Sitznischen füllte je ein Gemälde des Hofmalers Suhrland. In der Mitte fand u. a. ein Tabernakel seinen Platz. Nach verschiedenen Restaurierungen schmückt seit 2008 eine neu geschaffene Ikone des heiligen Andreas den Mittelteil des Levitenstuhls. Der Tabernakel wurde links davon aufgestellt.